1873

1873 Heinrich Xaver Sieger, Eberhard und Theodor Wachendorf und W. Nagelschmidt gründen die Zülpicher Papier-Fabrik Actiengesellschaft zur Herstellung von Strohpapier und -pappe zur Verwertung von Stroh-Abfällen aus der familieneigenen Kornbrennerei. Die Kombination der Geschäftsmänner, der fruchtbare Boden der Zülpicher Börde, die Ausdehnungsmöglichkeiten auf dem Land und die Wasserversorgung durch den Neffelbach boten eine vielversprechende Basis für das Unternehmen.

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Die Gründer Brüder Wachendorff, Heinrich Xaver Sieger & W. Nagelschmidt

Anzeige Anfang des 19. Jahrhunderts

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1878

Heinrich X. Sieger erwarb die Hertenicher Mühle am Neffelbach und richtete dort eine Pappenfabrik ein. Für die Pappenproduktion benötigte man noch eine kleine Ausstattung und in der Regel reichte die Wasserkraft aus, sodass der Bedarf an Platz und Energie gering war. Schnell hielt der neue Rohstoff Holz Eingang und eine eigene Holzschleiferei wurde in den Betrieb integriert. Dabei wurde das Holz, in der Regel Fichtenholz, an Mühlsteinen maschinell zerfasert. Diese Produktion erwies sich auch im Vergleich mit der benachbarten Papierfabrik als ausgesprochen zukunfts­trächtig, stieg doch seit der Industrialisierung der Bedarf an Kartons und Schachteln, Tüten, Beuteln und Tragetaschen ständig.

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1880 bis 1890

1880
Das Unternehmen hat bereits 40 Beschäftigte.
1890
Außerdeutsche Konkurrenz sorgte für eine „Petition der deutschen Strohpappenfabrikanten um Erhöhung des kaum nennenswerten Schutzzolles auf Strohpappen und graue Pappen” an den damaligen Reichskanzler Fürst Bismarck. Der Aufruf war von verschiedenen Fabrikanten unterzeichnet worden, zu denen neben zwei Jülicher Unternehmern als Initiatoren auch die Leitung der „Zülpicher Papierfabrik” zählte. Diese Petition blieb jedoch ohne jegliche Folgen.
Gruppenbild der Belegschaft Sieger & Sohn, Bessenicher Mühle, aus dem Jahre 1894.

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1900 bis 1905

1900
Die Zahl der Beschäftigten hat sich auf 80 verdoppelt.
1901
brachten die Söhne des Gründers - augenscheinlich zur wechselseitigen Stärkung - die nahegelegene „Pappenfabrik Bessenicher Mühle” in die „Zülpicher Papierfabrik AG” ein. Die benachbarten Firmengelände waren bald schon miteinander verwoben.
1905
Bau einer ersten Kläranlage

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1910 bis 1911

1910
Dieser Entwicklung entsprechend, wurde die Bessenicher Mühle wiederholt ausgebaut und mit mehr und mo­derneren Maschinen ausgestattet. Zu Beginn des 20. Jh. firmierte die „Pappenfabrik Bessenicher Mühle” als zwar jüngste, aber zugleich auch größte Papierfabrik im Kreis Euskirchen. Die Herstellungspalette umfasste neben braunem Packpapier Schrenzpapier, Tütenpapier, Papier für Zeitschriften und verschiedenste Pappen aus Altpapier.
1911
wurde mit dem Anschluß an die Eisenbahn die Möglischkeit geschaffen, den neuen Rohstoff Altpapier (z.B. aus London) zu beziehen.

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1929

ging die „Zülpicher Papierfabrik AG” endgültig in der „Hch. Sieger Papier- und Wellpappenfabriken KG” auf, in der ab 1937 auch alle anderen Standorte zusammengefasst wurden.
Wie viele andere Werke erlebten auch die Siegerschen Fabriken zwischen den Kriegen verschiedene technische Modernisierungen und Ausbaumaßnahmen. Aus den Kriegsjahren liegen uns bis auf die Luftbildaufnahmen nach dem Bombenangriff auf Zülpich im Dezember 1944 keine Dokumente vor.

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Nach dem Zweiten Weltkrieg

setzte sich der Siegeszug der Verpackung fort. Sie bildete die Grundlage des modernen Warenhandels. Die Ausbreitung der Selbstbedienungsmärkte etwa erforderte es, dass alle Verkaufsprodukte kundenfertig verpackt und ausgezeichnet sein mussten. Der Verpackung kam darüber hinaus in wachsendem Maße die Rolle eines Produktinformations- und Werbemediums zu.
1952
Eine neue Produktionsmaschine (PM 5) wird gebaut und in Betrieb genommen.
1959
Kraftwerksbau
Luftbild der Papier- & Pappenfabrik mit “Strohhäusern”

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1959

Abbildung eines Briefkopfes

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