1962 - Umstellung auf 100% Altpapier. - Teil 1

Die „Zülpicher Papierfabrik” produzierte noch bis Anfang der 60er Jahre vornehmlich mit Stroh.
Der Internationalisierung des Papier­marktes entsprechend, fusionierte die „Hch. Sieger KG” 1959 mit der „International Paper Company, New York” zur „Hch. Sieger GmbH Köln„. Die „International Paper Comp.” hielt fortan 50% der Anteile. Hintergrund für den Zusammenschluss war die wachsende Abhängigkeit der deutschen Wellpappenindustrie von außereuropäischen Zulieferern für den nun bevorzugten Rohstoff, die Holzzellulose.

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1962 - Umstellung auf 100% Altpapier. - Teil 2

Die „Hch. Sieger GmbH” hoffte, durch die Verbindung mit dem seinerzeit größten Zellstoff- und Papierhersteller der Welt die Rohstoffversorgung für ihre Werke über Nordamerika nachhaltig zu sichern.
Nach Aufbau zweier weiterer Wellpappenwerke in Sarstedt bei Hannover und Feucht bei Nürnberg stammte in den sechziger Jahren bald schon jede zehnte bundesdeutsche Wellpappenkiste einem Siegerschen Werk.

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1970 - Teil 1

Neben dem Neubau der PM 4 wird der Produktionswasserkreislauf geschlossen, d.h. nach Inbetriebnahme der neuen Papiermaschine fährt das gesamte Werk einen geschlossenen Prozesswasserkreislauf, ohne irgendwelches Abwasser in den Neffelbach abzuleiten.
Ein bis dahin weltweit einzigartiger Schritt, der allerdings aus der Not heraus entstand. Die damaligen Klärtechniken waren nur schwerlich in der Lage, wenn überhaupt, da mit erheblichen Kosten verbunden, das Wasser gemäß den behördlichen Auflagen zu reinigen.

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1970 - Teil 2

Durch den Rückkauf der Geschäftsanteile von "International Paper" wurden zudem die finanziellen Mittel zu knapp, um noch eine Kläranlage zu bauen. Dieser Engpass machte sich auch hinsichtlich der Installation der PM 4 bemerkbar. Statt beim Transport der dafür benötigten Trockenzylinder auf fremde Hilfe zurückzugreifen, beförderte die Papierfabrik die schwere Last selbst.
Mit einem eigenen Traktor samt Anhänger holte man damals die wertvolle Fracht von Düren nach Zülpich.

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1978

Karl Diedrich übernimmt die Leitung als erster Nichtangehöriger der Familie. Nach dem plötzlichen Tod von Dr. Heinz Sieger 1979 trat die jüngere Generation der Familie mit Dr. Robert Sieger und Tilo Herrmann in die Geschäftsleitung der Firma Hch. Sieger, Papier- und Wellpappenwerke KG, ein.
Zu Beginn der achtziger Jahre rollten wieder die Bagger an. Zwei alte Kessel mussten dem neuen, großen Braunkohlebrikett-Kessel 5 weichen. Zusätzlich hielt eine Leimpresse an der PM4 Einzug und 1983 wurde eine neue Dampfturbine in Betrieb genommen. Nicht die einzigen Modernisierungsmaßnahmen, wurden an der PM4 doch noch alle Trockenzylinder von Schöpfer- auf Siphonentwässerung umgestellt, um eine höhere Geschwindigkeit zu erreichen.

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1987 - 1989

1987
Einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft setzte die Papierfabrik, als sie die PM 4 erweitern ließ. Statt 24 verrichteten fortan 30 Trockenzylinder ihren Dienst, die Arbeitsbreite wuchs von 4,55 Metern auf 4,65 Meter, 1991 sogar mit 39 Zylindern auf 4,95 Meter. Damit sicherte das Unternehmen die Existenz des Werks, denn nun konnte man in Zülpich Wellpappenrohpapier in einer größeren Rollenbreite herstellen.
1989
verkaufte die Familie Sieger ihre gesamten Gesellschafteranteile jeweils zu 50 Prozent an die beiden niederländischen Konzerne „Koninklijke Nederlandse Papierfabrieken” (KNP) und „Bührmann-Tetterode” (BT). Die gesamte Sieger-Gruppe (Papier und Wellpappenwerke) wurden unter der bestehenden Leitung von Dr. Robert Sieger, der wenig später ausschied, geschlossen übernommen.

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1990

„Abnabelung”: Die Zülpicher Fabrik verselbstständigt sich am 1. Juli des Jahres zu Zülpich Papier. Die Leitung oblag dem alleinigen Geschäftsführer Karl Diedrich, der nicht nur seinem bewährten Management vertraute, sondern zur gleichen Zeit eine eigene Personalverwaltung samt EDV-Bereich und Buchhaltung aus der Taufe hob.
Fast parallel dazu vergrößerte sich die Bahnbreite der PM 4 auf die vor Jahren angestrebten, wirtschaftlich erforderlichen 4,95 Meter. Auf die Jahresproduktion nahm diese Erweiterung ebenso Einfluss wie die Tatsache, dass die Papierfabrik als eine der ersten in Deutschland infolge des geschlossenen Wasserkreislaufes die offizielle Genehmigung erhielt, außer an Weihnachten und Neujahr an allen Tagen durchzufahren.

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1992 - 1996

Die Business Unit zwischen Zülpich & Roermond wird gegründet.
1993
erhält Zülpich Papier als eine der ersten Fabriken europaweit die ISO-Zertifizierung für Qualität.
1995
Neubau der weltweit ersten Kreislauf-Wasser-Behandlung & des Gaskraftwerkes mit drei Gasturbinen und Abhitzekesseln.
1996
Die Inbetriebnahme des Gaskraftwerkes erfolgte vor dem Start der neuen Papiermaschine. Mit dieser Installation ermöglichte man hohe Kosteneinsparungen im Bereich der Deponie- und Energiekosten.
Um die Mannschaft auf die Inbetriebnahme der neuen Papiermaschine 6 vorbereiten zu können, stellte man die PM 5 im Juli 1996 nach einer Nutzungsdauer von 42 Jahren ab. Kurze Zeit später erfolgte die Demontage und der Verkauf in den Iran. Noch heute produziert die PM 5 dort Papier.

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1997

Am 09. September 1997 wurde die Inbetriebnahme der PM 6 gebührend gefeiert. Mehrere hundert Gäste waren geladen, unter dem Motto "pushing the limits" die Leistungsfähigkeit der damals schnellsten Papiermaschine der Wellpappenrohpapierherstellung zu bestaunen. Die Business Unit Zülpich, Roermond & Wiesloch – RPE (Recycled Paper Europe) wurde gegründet und zudem die Reststoffverbrennung in das existierende Kraftwerk integriert. Mit dieser Installation ermöglichte man hohe Kosteneinsparungen im Bereich der Deponie- und vor allem Energiekosten.

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